Insgesamt neun Jugendliche aus dem Jugendprojekt «KonfKompass» haben in den Reformierten Kirchen Koblenz und Klingnau zu Gott «Ja» gesagt. «Es war eine eindrückliche Ritualfeier», so eine Gottesdienstbesucherin.
Konfirmation in Koblenz, 22. März: Benjamin Kramer, Anna-Katherina Häberling, Paula Gattiker, Gabriel Rooke, Pfarrer Markus Dettwiler (v.l.n.r.)
Die Konfirmand:innen konnten wählen, wo ihre Konfirmation mit dem «Ja» zu Gott für sie stattfinden soll. Beide Feiern dauerten rund anderthalb Stunden. «Es war lang, aber sehr abwechslungsreich und unterhaltend», so ein Götti eines Konfirmanden. Dabei zog Pfarrer Markus Dettwiler das Publikum mit ein in die Entwicklung des Themas zur Jahreslosung «Gott spricht: siehe, ich mache alles neu». Anhand eines Aquarell-Bildes von Doris Rindlisbacher, welches vor kurzem entstand, wurde das Thema nochmals visuell vertieft. Die Sehnsucht nach Neuschöpfung, nach Neustart in einer so arg gebeutelten Welt betrifft alle. Die von den Konfirmand:innen vorgestellten 10 Thesen zeigten den Gästen auf, welche Grundlagen es braucht, um in ein stärkendes Beziehungsfeld zu Jesus von Nazareth zu gelangen und daraus Neues für ihr Leben entstehen zu lassen. Im Wesentlichen geht es um ein fürsorgliches und empathisches Menschenbild, das ein Leben mit Sinn ermöglicht. Das Publikum war beeindruckt vom Konfirmationsritual. Zuerst der Segen nach dem «Ja»-Wort durch den Pfarrer. Dann Überreichung eines selbst von Hand gefertigten Holzkreuzes durch den ehemaligen Konfirmanden Julian Schmid und weiter die Überreichung eines Buches «Der Glaube fällt (nicht) vom Himmel» mit Grusswort von der Kirchenpflege.
Konfirmation in Klingnau, 29. März: Nelio Jordi, Malea Werder, Melina Kayaalp, David Stäuble, Kilian Simon, Pfarrer Markus Dettwiler (v.l.n.r.)
Damit die Beziehung zur Kirche nach der Konfirmation nicht einfach aufhört, stellte Pfarrer Markus Dettwiler in der Feier ein neues Projekt zusammen mit den Konfirmierten vor: «PizzaChurch». Dieses startete am 17. April in Koblenz und findet anschliessend jeden dritten Freitag im Monat statt. In vier Teilen wird das Zusammenkommen gemeinsam mit den Jugendlichen gestaltet: 18 Uhr Pizza, 19 Uhr Icebreaker, 20 Uhr Fun und 22 Uhr Segen. Es braucht Räume, damit die Jugendlichen ihre Gedanken und Vorstellungen teilen können, und so eine Form von Kirche neu gestalten – für eine lebenswerte Zukunft – jeder Versuch dafür lohnt sich. Schauen wir Ende Jahr, was sich da entwickeln wird, genau nach dem jesuanischen Prinzip «Wo zwei oder drei sich in meinem Namen treffen, da ist Kirche.»